Einsatz am Swiss City Marathon in Luzern vom 30. Oktober 2022

Alle Volunteers waren also für das OK äusserst wichtig. Ohne sie wäre die Durchführung des Anlasses in dieser Dimension undenkbar. Im Vorfeld hatten die Helfer kaum einen Aufwand.

Interessant war die Beobachtung der verschiedenen Typen der Startenden und deren Laufstil. Die Unterschiede waren eklatant. Auch die Vielfalt der Laufdresses stach ins Auge.

Das neue, verlängerte Startprozedere hatte einen positiven Effekt. Die Masse der Sportlerinnen und Sportler wurde dadurch besser verteilt. Trotzdem kam es zu zahllosen ‘Slalomläufen’ beim Überholen. Es herrschte während Stunden läuferischer Dauerbetrieb.

Um sie besser auseinanderhalten zu können, trugen die Sportlerinnen und Sportler verschiedenfarbige Startnummern: rot/Marathon, blau/Halbmarathon, grün/City Run10km. Eine Übersicht zum Rennverlauf war dennoch praktisch unmöglich. Die Zeitmessung erfolgte über einen Chip, der sich in der Startnummer befand und erst beim Überqueren der Startlinie aktiviert und im Ziel angehalten wurde.

Mit und ohne Kopfhörer wurde gelaufen, es waren auch immer wieder Verschnaufpausen und längere Gehphasen zu beobachten. Aber die meisten rafften sich wieder auf, um über die letzten drei Kilometer das Ziel beim Verkehrshaus anzupeilen. Nur 97 erreichten das Ziel nicht.

In einem Punkt waren sich die Teilnehmenden vermutlich einig: Der Sieg oder ein Spitzenrang lag in weiter Ferne, war kein Thema; nur das Mitmachen, das gemeinsame Lauferlebnis in der Menge zählte. So konnte auch die einmalige Landschaft wahrgenommen werden.

Dieses Jahr waren die Aufräumarbeiten für uns weniger streng und dauerten demnach auch nicht so lang. Die Absperrgitter wurden per Hubstapler weggeräumt, die Demontage und das Verladen der gelben Marti-Elemente blieb uns ebenfalls erspart.

So blieb noch genügend Zeit, um auf ‘unseren’ Gerri’ Ernst – der den City Run (10km) bestritt – zu warten und ihn für den Rest des Rennens lautstark anzufeuern. Er belegte schlussendlich Rang 816 mit einer Zeit von 1:03:04. Nicht nur für Gerri war es eine echte Herausforderung, auch für alle älteren Läuferinnen und Läufer, speziell für jene, die sich beim Marathon versuchten.

Für Luzern und Horw ist der Swiss City Marathon nicht mehr wegzudenken, eine feste Institution – eine echte Bereicherung. Beste Reklame für die Region und die Zentralschweiz.

Bei einem Bierchen im ‘Panoramapark’ und bester Stimmung bedankte sich Urs Bitzi herzlich bei allen Kameraden für ihren Einsatz.

Bericht und Fotos: Herbert Unternährer