80. Veteranen – Generalversammlung


Turnverband LU / OW / NW

Am letzten Sonntag, den 5. Mai 2024, ging in Altbüron, das im Nordwesten des Luzerner Hinterlandes liegt, zum 80. Mal eine Veteranen-Generalversammlung (früher Landsgemeinde) des Turnverbandes LU / OW / NW über die Bühne.

Verantwortlich für die Organisation dieses Gross-Events war die Männerriege des STV Altbüron. OK-Präsident war Bruno Koffel. Austragungsstätte war die Ende der 90er-Jahre erbaute Sport-, Kultur- und Freizeitanlage Hiltbrunnen mit drei Turnhallen, einer Bühne und einer hochkarätigen Infrastruktur für den Gastro-Bereich. Die Halle bietet 1000 Personen Platz, lässt sich aber variabel unterteilen. Eine echte Aufwertung des Ortes mit der tollen Umgebung Die frühbarocke Antoniuskapelle aus dem 16. Jh. steht auf einem Hügel und ist weithin sichtbares Wahrzeichen von Altbüron. Die Gemeinde zählte Ende 2023 1042 Personen; seine Fläche beträgt 6,75qkm. Zum ländlich geprägten Dorf gehören zahlreiche Streusiedlungen und Einzelhöfe

169 Mitglieder wollten sich diese Tagung nicht entgehen lassen. 14 Gäste waren eingeladen, unter anderem Karl Tschuppert (Ehrenpräsident), Martin Hebeisen (Zentralvorstand STV), Michaela Tschuor (Stadträtin Luzern), Heidy Koffel-Bieri, Gemeindepräsidentin von Altbüron). Die drei Letztgenannten hielten zu einem späteren Zeitpunkt kurze Ansprachen.

Ein einheimisches Bläser-Quartett hiess die versammelte Schar mit ein paar rassigen Melodien willkommen.

Gleich nach seinen Begrüssungsworten gedachte der Präsident Paul Stocker der 20 verstorbenen Turnkameraden. Zu den weiteren Traktanden gab es keine umwerfenden Wortmeldungen. Man war offenbar mit der Arbeit des Vorstandes vollumfänglich zufrieden.

Empfänger von Fördergeldern waren der Kunstturnerverband LU / OW / NW und die Jugendriege Neuenkirch.

Josef Blum aus Ebikon (95) wurde als ältestes Mitglied speziell geehrt.

Im weiteren wurden 48 ‘Über 80-Jährige’ nach vorne gerufen und kamen in den Genuss eines Glases Weisswein..

Unter Verschiedenem wurde noch auf das Verbandsturnfest in Neuenkirch vom 15.-16.6. & 21.-23.6.2024 hingewiesen.

Der Vorstand (früher die Obmannschaft mit Obfrauen und Obmännern) setzt sich wie folgt zusammen: Karl Tschuppert, (Ehrenpräsident), Paul Stocker, (Präsident), Werner Burgener, (Vizepräsident, Kassier, Etat), Roger Hodel (Aktuar), Ursula Hunkeler (Kommunikation), Lisbeth Bucher (Mitgliederbetreuung) und Silvia Grossenbacher (Kassier ab 2024).

Bei der Vorstellung der verschiedenen Riegen des STV Altbüron stand eine Person im Rampenlicht, die Leichtathletin Géraldine Ruckstuhl, eine Siebenkämpferin und Speerwerferin mit internationalen Erfolgen (Weltmeisterin der U 18-Juniorinnen, Schweizerrekorde). Die 26-Jährige Altbürerin hat ihre Karriere inzwischen beendet. Sie war somit eine Zeitlang das sportliche Aushängeschild des Vereins.

Der Männerturnverein Emmenstrand war mit seiner Leiterin Margrit Weber und den folgenden Kameraden vertreten: Alois Egli, Leo Oberholzer, Fred Bucher und Herbert Unternährer. Der Frauenturnverein Emmenstrand entsandte Vreni Duschek, Ursi Duschek und Brigitte Kägi.

Noch vor dem Bankett brillierten die Aktiven des STV Altbüron mit einem tollen Barrenprogramm in der angrenzenden Turnhalle.

Das feine Mittagsmenu bestand aus Mischsalat mit Kernen; Hackbraten Hausfrauenart/Rahmsauce/Kartoffelstock/Gemüse; Gebrannte Crème/Magenbrot. Den Damen der Frauenriege und den Herren der Männerriege Altbüron gebührt ein grosser Dank für ihre Motivation, ihren Einsatz, die freundliche Bedienung, ebenso der Küchen-Equipe.

Nach dem Essen traten die Damen des STV Altbüron zu einer kurzen Bühnen-Show an.

Der Präsident bedankte sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und wünschte eine gute Heimfahrt.

Bericht und Fotos:  Herbert Unternährer

Altbürons historisches Kuriosum

Altbüron liegt an keiner Bahnstrecke, hat aber kurioserweise einen Bahndamm mit einem Tunnelportal.- Die Schweiz wurde damals von einem wahren Eisenbahnboom erfasst. Mit fatalen Folgen!

Der Deutsch-Französische Krieg 1870 nabelte Frankreich von der Gotthardroute von Basel nach Luzern ab. Die Schweizerische Centralbahn plante eine Neubaustrecke von Langenthal nach Wauwil. Für den Abschnitt Altbüron-Ebersecken liess sie 1874 von beiden Seiten her einen Tunnel vorantreiben, der über 2km lang werden sollte. Doch die Hochkonjunktur nach dem Krieg riss bereits 1875 wieder ab. Eine lähmende Krise trat ein. Also gab das Unternehmen das Projekt auf. Geblieben ist als wichtigster Zeitzeuge der Tunnel in Altbüron, der 1314m lang ausgebrochen und auf einer Länge von 427 m mit Jurastein voll ausgemauert wurde. –

Heute dient dieser Eisenbahntunnel als Trinkwasserreservoir für Altbüron.

Auf dem Gelände der Bahnhofsanlage befindet sich heute das Mehrzweckzentrum Hiltbrunnen.