
Hans Hiltbrunner ist neuer Fuchsbaron.
Am Samstag, den 5. Oktober, stand wieder einmal die Fuchsjagd des Männerturnvereins Emmenstrand auf dem Programm. 25 Kameraden trafen sich beim Parkplatz Gersag, wo uns Peter Furger und Patrick Bianchi herzlich willkommen hiessen. Die beiden organisierten bereits zum siebten Mal den Traditionsanlass. Das Wetter war unbeständig. Doch Petrus war uns wohlgesinnt; er öffnete die Schleusen erst nach getaner Arbeit.
Auf Empfehlung der Organisatoren blieb die Gruppe beisammen. Das Ganze war ja kein Wettkampf. So übernahm Adolf Lötscher als Ur-Emmer – mit ein paar Farbaufnahmen als Orientierungshilfe ausgestattet – die Führung. Zunächst ging’s über die Herdschwand zum Restaurant ‘Seetäli’, dann über die Seetalstrasse, weiter zum ‘Galgewäldli’, nahe bei der Mündung der Kleinen Emme in die Reuss. Dort mussten weitere Angaben gefunden werden. Schon bald stand fest: Die Route führte dem Reuss-Schachen entlang an der alten Sedelbrücke, später am Stauwehr der CKW vorbei bis zur Rathauserbrücke.
In der Nähe des linksufrigen Brückenkopfes war alles bereit zum Apéro. Es gab einen fruchtigen Weisswein, Bier, Mineralwasser und dazu passendes Gebäck.
Nach einer guten halben Stunde begann der Hauptakt der Mission ‘Fuchsjagd’. Über eine längere Zeitspanne ereignete sich nichts. Alle Bemühungen, den ‘Fuchs’ zu erledigen, blieben vorerst erfolglos. In einem zweiten Anlauf – auf eingeengtem Terrain – nahm das Abenteuer seinen Lauf und brachte auch den ersehnten Erfolg. Jenseits des Hochwasserdammes in einem Gebüsch stöberte Hans Hiltbrunner den ‘Schläuling’ auf und brachte ihn zur Strecke. Der MTV Emmenstrand hatte einen neuen Fuchsbaron. [Unser ‘Fuchs’ ist bekanntlich ein ausgedienter ‘Haaraffe’ (Tornister) aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und wurde vor 28 Jahren von Adolf aus dem Sperrgut gefischt; und so kam er zu seiner neuen Rolle. Er wird jedes Jahr zu neuem Leben erweckt!!]
Nun gaben neue Fotos Aufschluss über die Fortsetzung der Wanderung. Emmen/ Unterdorf, Emmenfeld/Flugpiste, Schwimmbad Mooshüsli waren weitere Stationen. Dann steuerten wir dem Restaurant Rossmoos entgegen; ein für uns vertrauter Ort.
Eine lange Tischkombination, stilvoll gedeckt, lud im Wintergarten zum Gaumentanz. Wir wurden von Milly, der Chefin und Fatima vom ‘Prélude’ herzlich empfangen. Das Wandern und der Jagdeinsatz zehrten schon etwas an den Kräften und machten hungrig.
Und so hatte ab jetzt der kulinarische Teil Priorität. Es gab noch einmal einen Apéro. Dann wurde ein feines Abendessen serviert: Gemischter Salat, Hackfleischklösschen (Frikadellen) an einer vorzüglichen Grünen Pfeffersauce und Pommes frites. Supplément gab es ebenfalls reichlich. Wir liessen es uns schmecken. Ein grosses Kompliment an den Küchenchef!
Die beiden Apéros und eine Runde Kaffee offerierte der Verein. Das Apéro-Gebäck im Restaurant und den Salat spendierte grosszügigerweise Milly. Herzlichen Dank!
Nach dem Essen ergriffen Patrick und Kurt Risi das Wort. Patrick erklärte die Änderung im Ablauf des Tages. [Tatsache ist: Adolf und Therese Lötscher verzichten nach 25 Jahren als ‘Gastgeber’. Der legendäre Beinschinken mit Kartoffelsalat bleibt in bester Erinnerung! Nochmals herzlichen Dank!!! Frühere Anlässe dieser Art fanden bei Willi Giger in Littau, am Karpfenteich auf der Herdschwand, bei Hubert Bucheli in Rothenburg, bei der Familie Weber (Sanitärfirma Zemp) in Reussbühl und zuletzt im Partyraum des Familiengärtner-Vereins Emmen in Neu Erlen statt.]
Nun aber musste eine neue Lösung gefunden werden. Und ich glaube, sie wurde gefunden! Und nicht mal eine schlechte! Nun liessen wir uns zum ersten Mal in einem Restaurant verwöhnen. Alle konnten sich in einem gemütlichen Umfeld erfreuen. Niemand musste mehr in der Küche stehen, als Servierboy herumrennen, putzen und aufräumen. Auch eine eventuelle Miete entfiel.
Kurt bedankte sich bei allen Kameraden für ihre Teilnahme, im speziellen bei den Organisatoren Peter und Patrick für die mustergültige Vorbereitung und Durchführung und beim Rossmoos-Team. Es war in jeder Beziehung ein gelungener Event! Ein Dreifacher Turnerklatsch als Zeichen des Dankes bestätigte diesen Eindruck.
Auch die Kameraden mit einem gesundheitlichen Handicap kamen nicht zu kurz. Sie durften ebenfalls dabei sein, ein paar frohe Stunden miterleben! Beweis genug für die gute Kameradschaft. Es dauerte dieses Mal wesentlich länger am Abend bis zum Aufbruch. Ein deutlicher Hinweis, dass die neue Lösung gefiel. Herzhaft wurde geplaudert, Erinnerungen wurden wachgerüttelt. Man genoss einfach die tolle Stimmung. Ende gut, alles gut!
Text und Fotos: Herbert Unternährer
