Fuchsjagd vom 18. Oktober 2014

Franz Schmidli, Gewinner 2014

Samstag, 18. Oktober 2014. Prächtiges Herbstwetter. Über 30 Männerturner und Senioren, die meisten in einem schneeweissen T-Shirt, trafen sich im Gersag zur traditionellen Fuchs -Jagd. Vordenker und Organisatoren waren die beiden bewährten Kameraden Peter Furger (Esa-Leiter) und Patrick Bianchi (Vorstand).

In einem ersten Couvert halfen uns fotografische Anhaltspunkte, den ersten Etappenort zu finden. Es wurde uns empfohlen, als Gruppe beisammen zu bleiben. Neu war eine Busfahrt mit der VBL bis zum ‚Kreuzstutz’. Ein zweiter Umschlag, etwas gar versteckt an einer Stelle hinter dem Kantonsspital, verriet uns dann die Fortsetzung des Weges: Restaurant Regatta, Sedel,  alte Sedelbrücke.

Hier ereignete sich etwas Ungewöhnliches, nicht Alltägliches.

Unverhofft tauchte wie aus dem Nichts ein Mann auf ungewohnter Unterlage neben und über uns auf. Er joggte ziemlich schnell, selbstsicher und voll konzentriert über das schmale Brückengeländer hoch über der Reuss zum entfernten Flussufer. Es war, so unglaublich es klingt, unser Kassier Hans Schwegler! Er wäre sogar bereit gewesen, das Ganze für ein Foto zu wiederholen!

Nahe des Brückenkopfs im Reuss-Schachen war alles bereit für einen ersten Apero. In dieser Umgebung und jenseits der Brücke in einem Umkreis von 80 Metern hielt sich der ,Fuchs’ -ein ausgedienter haariger Tornister aus Weltkriegszeiten – versteckt. Die Suche blieb zunächst erfolglos. Ein zweiter Anlauf, diesmal eingeengt auf der rechten Seite der Reuss bei einem ‚markanten Punkt’, wurde unternommen. Wo aber befand sich dieser markante Punkt? Es kam eigentlich nur eine Stelle in Frage: Eine mehrere Meter hohe Holzbeige mit sperrigen Ästen. Lange tat sich nichts, dann ein lauter Pfiff. Der neue Baron stand fest. Es konnte nur einer sein, ein noch schlauerer Fuchs: Franz Schmidlin! Er stand goldrichtig. Dank seines ausgeprägten ‚Riechers’ und einer beneidenswerten Beobachtungsgabe hatte er Erfolg. Doch vorher musste er noch einige verdorrte und farbige Blätter entfernen. Franz ist ein Meister seines Fachs. Zum 6. oder 7.Mal wurde er zum Fuchsbaron gekürt! Rekord! Herzliche Gratulation.

Das dritte Couvert enthielt weitere Fotos, die uns den Weg zum Bestimmungsort aufzeigten. Schlussendlich befanden wir uns an einem idyllisch gelegenen und künstlich angelegten Karpfenteich im Herzen der Gemeinde Emmen, auf der Herdschwand.

Peter Furger, der bald seinen 50. Geburtstag feiert, überraschte die gutgelaunte Turnerschar mit einem grosszügig bestückten zweiten Apero. Verschiedene Käsesorten, Salami, Salzstängeli; Weisswein, Bier, Mineralwasser und Orangenjus warteten auf Kundschaft. Vielen, vielen Dank!

Inzwischen waren noch einige ältere Kameraden eingetrudelt, die zum Teil am Vormittag noch als Fahnendelegationen an der Beisetzung eines früheren Emmensträndler Ehrenmitglieds in Grossdietwil teilnahmen. Andere, wie der 90-jährige Seppi Felber, wurden zu Hause abgeholt. Über 40 Kameraden trugen zum Gelingen eines gemütlichen Abends mit einem ausgezeichneten Nachtessen bei. Es gab, wie immer, heissen Bein-

schinken, Kartoffelsalat und grünen Salat. Supplement war reichlich vorhanden. Verantwortlich für diesen Bereich zeichneten wie immer Adolf Lötscher und sein Team. Auch ihnen gebührt für ihre Kochkünste ein aufrichtiger Dank.

Pflege der Kameradschaft mit angeregten Gesprächen und Zusammenhalt sind die mentalen Eckpfeiler unseres Vereins. Patrick Bianchi, dann der scheidende Präsident Leo Oberholzer, meldeten sich noch zu Wort, bedankten sich bei allen für ihr Erscheinen und ihren Einsatz. Es war ein gelungener Event, um auch das Neudeutsche zu würdigen. Es lebe die nächste Ausgabe!

Bericht: Herbert Unternährer
Fotos: Peter Wild und Herbert Unternährer