Fuchsjags 2023 vom 14. Oktober 2023

Um 13.15 Uhr war Besammlung auf dem Gersag-Parkplatz. Peter Furger und Patrick Bianchi, die den Anlass zum elften Mal organisiert hatten, durften Margrit Weber und 33 Kameraden zur Fuchsjagd begrüssen, wobei 30 an der Wanderung teilnahmen.

Der Wetterbericht war nicht allzu einladend. Tags zuvor stand noch die Sonne im Brennpunkt. Dann war Schluss mit dem ‘verlängerten Sommer’.

Dieses Jahr hatten sich die beiden für eine neue Variante entschieden. Die stattliche Schar wurde in zwei Gruppen aufgeteilt – wenigstens theoretisch. Pro Gruppe wurden sieben oder acht Couverts ausgehändigt, die dieses Mal keine Fotos, sondern Teile eines Planes auf verschiedenen Kartenausschnitten im Massstab 1:25 000 enthielten. In ‘meiner’ Gruppe wurden diese Blätter schon zu Beginn eingesammelt, sortiert – und nachher nie mehr gesehen. Mir kam diese ‘Übung’ etwas seltsam vor. Es war kein glücklicher Entscheid. Und schon mussten wir uns beeilen, um den Zug nach Eschenbach zu erreichen. Vermutlich wäre es von Vorteil gewesen, wenn wir erst dort über die Neuerungen informiert worden wären.

Hier begann die relativ lange, beinahe zweistündige Wanderung. Von der ‘Spitze’, die jetzt im Besitz der Unterlagen war, sah man schon bald nichts mehr. Das eingeschlagene Tempo war recht hoch. Ich befand mich mit ein paar Kameraden am Ende der immer länger werdenden ‘Schlange’, und so konnten wir unseren ‘Segen’ dazu nicht mehr geben. Ich versuchte nur noch, den Kontakt zum Vordermann oder – vielleicht zweimal zu Heinz- nicht abbrechen zu lassen, bis wir endlich das Jagdrevier beim Löcherrainwald erreichten. An diesem Treffpunkt waren alle wieder vereinigt. Auf unserer ‘Odyssee’ durchquerten wir den Mooswald, das Moos, den Underelisfurtwald, den Tobelwald und den Löcherrainwald mit einigen Lichtungen dazwischen.

Peter steckte nun das Areal ab: links der Waldrand, rechts eine fliessende Grenze. Dieser Sektor reichte rund 60 Meter ins Waldesinnere. Hier sollte nun der Fuchs aufgestöbert und erlegt werden. Kaum hatte Peter seine Ausführungen beendet, dauerte es knapp eine Minute, bis der erste rief: «Eech hanne!». Damit war auch die Spannung dahin. Es war vermutlich die kürzeste Fuchsjagd des Vereins. Hansjörg Weber tauchte mit der Trophäe auf und ist nun für ein Jahr neuer Fuchsbaron. Herzliche Gratulation! Einige Kameraden warteten immer noch auf ihren Einsatz. Umsonst. Der Spass war beendet. Ein paar verdächtige Strohhalme sollten den Fuchs verraten haben

Schon bald setzten die ersten Kameraden die Wanderung über den Bauernhof Löchenrain fort bis nach Rottertswil – wie üblich in lockerer Formation.

Fotos von Peter Fahrni und Herbert Unternährer