
Das Organisations-Team, angeführt von Ueli Etter und den Helfern, Bernhard Zehnder und Margrit Weber, haben eine Super-Arbeit geleistet,, diesen Personen gehört gleich am Anfang dieses Berichtes ein „herzliches Danke-schön“.
Die diesjährige Wanderung beinhaltete vier einzigartige Elemente. Als erstes Element, das Wetter spielte grossartig mit, als Zweites, die Organisation war bis in kleinste Detail ausgereift, als Drittes unser Kamerad Peter Furger entpuppte sich als hervorragender, ausgezeichneter „Unterhalter“, als Viertes, dankbar dachten wir an unseres leider zu früh verstorbenes Ehrenmitglied, Otto Suter, er hatte zu Lebzeiten den Grundstein zu dieser Wanderung gelegt.
Am Samstagmorgen versammelte sich eine fröhliche, aufgestellte 24-köpfige Wandergruppe des Männerturnvereins Emmenstrand am Treffpunkt, Perron 7 im Bahnhof Luzern und um 08.18 Uhr begann die Fahrt nach dem Tessin. Wir hatten uns nach kurzer Zeit „wohnlich“ im reservierten Abteil eingerichtet. Der Zufall wollte es, dass ebenfalls fröhliche Turnerinnen im gleichen Wagen Platz nahmen, ihr Ziel war ebenfalls Cardada.
Hier noch ein weiteres Detail, wie fürsorglich an alles gedacht wurde. Es war ungewiss, ob bei uns im Abteil die Minibar vorbeikam. Heisses Wasser und Kaffeepulver war im Reisegepäck der Organisatoren vorhanden und das Problem war gelöst.
Bald liessen wir unsere bekannten Seen, der Vierwaldstätter-, der Zuger-, der Lauerzer- und der Urnersee hinter uns und die „andere“ Welt ennet dem Gotthard war gegenwärtig. Alles verlief wie am Schnürchen und nach Locarno war unser nächstes Ziel Orselina und weiter gings mit der Seilbahn nach Cardada. Nichts wie los marschierten wir auf Schusterrappen nach Capanna Cardada und dort wurde ein Zwischenhalt eingelegt und mit einem herrlich mundendem „Weissen“ genossen wir den Apéro, natürlich gehört zu sowas Feinem auch etwas zwischen die Zähne. In diesen schönen Minuten gedachten wir an Otto Suter und schickten dankbare und teils auch wehmütige Blicke gegen den Himmel. Otto, Du hättest sicher die helle Freude mit uns gehabt, wir vermissen Dich sehr.
Der Fussmarsch zu unserem Tagesziel war nicht mehr so weit. Die Capanna lo Stallone ist wunderschön gelegen und bot auch eine fantastische Sicht auf Locarno und den Lago Maggiore. Einige Kameraden bezogen sofort die Unterkunftsräume, während andere draussen in der Gartenwirtschaft auf das kühlende Bier ziemlich lange warten mussten. Aber schlussendlich hat alles geklappt. Die Organisatoren hatten für die Ueberbrückungszeit zwischen Ankunft und Nachessen ein geschicktes, gut angelegtes Plauschturnier ausgedacht. Noch vor dem Nachtessen wurden dann die Gewinner ermittelt und beschenkt. Das Nachtessen selber war sehr reichlich und gab auch „Boden“ für den ebenfalls guten Wein. Der wiederum war verantwortlich, dass sich eine einmalige, wunderbare Stimmung entwickeln konnte. Was da alles passiert ist, dazu braucht es eigens einen Bericht.
Am Sonntagmorgen war so gegen halb acht Uhr das Frühstück bereit.
Nachdem sich Alle gut verpflegt hatten und die Zimmer zur Abgabe bereit gemacht hatten, warteten wir gespannt auf unsern „Besuch“. Schon von weitem sah man Sie das Fähnchen schwenken, es war Margrit Weber, die uns einen Besuch abstattete. Margrit, herzlichen Dank, Du hast die lange Anfahrtszeit mit dem Auto und dann auch noch den Transport mit der Angestellten-Seilbahn auf Dich genommen. Nach der Begrüssung ging dann alles relativ rasch. Die einen machten sich bereit für den 3-stündigen Marsch nach Cima della Trosa und bei den andern war Cimetta das Ziel. Die „Schwächeren“ begleitete Margrit nach Cardada zurück, dort wurden die Rucksäcke deponiert und dann ging es mit der Seilbahn nach Cimetta, wo wir die andern Kameraden antrafen. Bei einem guten Tropfen „Weissen“ und gewaltigen Lachsalven, herrührend von den Witzen von Adolf und Franz Lötscher liessen wir die „diesjährige“ Wanderung hochleben. Nach der Talfahrt nach Cardada liessen wir uns das bestellte Mittagessen im Albergo Colmanicchio gut schmecken. Kurz nach 12.30 Uhr trafen dann auch die Berggänger von „Cima della Trosa“ ein und stärkten sich auch mit dem feinen Essen.
Nach dem Kaffee und Dessert ergriff unser Präsident, Leo Oberholzer, das Wort. Er dankte den Organisatoren, an der Spitze Ueli Etter mit den Helfern, Bernhard Zehnder und Margrit Weber. Auch viele Dankeswort durfte unser „Spassmacher“ Peter Furger einstecken. Alle Genannten durften einen von Herzen kommenden Applaus entgegennehmen. Zu Ehren von Margrit Weber wurde das sinnvolle Lied „Bajazzo“ angestimmt und darnach war die Zeit für den Aufbruch Tatsache geworden.
Zwei wunderschöne Tage durften wir im Kreise von lieben und guten Turnkameraden verbringen. Ganz herzlichen Dank gehört dem Vorstand, er hat einiges an finanziellen Mitteln freigemacht um uns herrlich zu verwöhnen. Einen grossen und lieben Dank gehört auch den Organisatoren, an der Spitze mit Ueli Etter. Eigentlich gibt es keinen bessern Schluss als:
So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag der dürfte nie vergehn.
Auf Wiedersehen bei der nächsten Herbstwanderung.
Bericht: Edi Schubiger
Frauenfeld, 25. September 2013
2. Bericht von Hans und Patrick
Herbstwanderung Männerturnverein Emmenstrand vom 21. /22. 9. 2013
Samstag in der Früh, auf dem Bahnhof Gersag, von allen Seiten kommen die Männer mit den strahlend weissen MTV T-Shirt’s. Voller Erwartungen und Tatendrang geht’s alsbald nach Luzern und danach auf direktem Weg nach Locarno. Nach kurzem Fussmarsch, fahren und schweben wir mit der Stand-und Luftseilbahn nach Cardada. Schnell haben wir unsere Zimmer bezogen, die Betten gemacht um baldmöglichst unter herrlichem Tessiner Sonnenschein, bei einem Bierchen oder auch zwei, die Kameradschaft, das Plauschturnier und das Zusammensein zu geniessen.
Unser Appetit wurde bereits am Nachmittag angeregt, als wir zusehen konnten, wie der Patron Ciano persönlich in einem grossen Kessel am offenen Feuer die Polenta zubereitete. Im Pizzaofen wurden Kürbisse und in der Küche die Kaninchen und Fleisch von Hochlandrindern zubereitet. Von diesen Köstlichkeiten war zu Beginn des Abendessens vorerst nichts zu sehen, denn zuerst durften wir uns am reichhaltigen Salatbuffet bedienen.
Die anschliessend zum Hauptgang aufgetischten Tessinerspezialitäten hauten uns fast aus den Socken. Nita, die Chefin des Hauses, gab Erklärungen zu den zahlreichen Köstlichkeiten ab. Der Merlot, welcher ausgezeichnet zu diesen Gerichten passte, floss nicht allzu spärlich.
In regelmässigen Abständen wurden Lieder gesungen. Weil Ueli und Toni für diesen Anlass je ein Liederbüchlein zusammengestellt hatten, blieb es nie bei der ersten Strophe. Bei den Frauen des STV Buchrain durfte Andrea ihren Geburtstag feiern. Logisch, dass wir ihr ein Geburtstagslied sangen. Wir verraten hier nicht, wer von uns Antia ein Küsschen geben durfte und sind gespannt, wie lange es dauert, bis dieser Glückliche allen Mitgliedern bekannt ist.
Nach dem reichhaltigen Dessertbuffet und dem von Ueli gespendeten Kaffee und dem Grappa des Hauses begaben sich die ersten Teilnehmer kurz vor Mitternacht ins Bett. Die Letzten folgten kurze drei Stunden später. Sie waren bemüht, auf den Zehenspitzen zu ihren Schlafplätzen zu gelangen und die schlafenden Kameraden nicht aufzuwecken. Leider gelang dieses Vorhaben nicht jedem Spätheimkehrer zu 100 Prozent.
Am Sonntagmorgen, nach reichhaltigem Frühstück, mit widerspenstiger Kaffeemaschine, haben wir unsere Tour auf den Cima della Trosa unter die Füsse genommen. Zum Glück, kamen immer wieder Nebelschwaden, die das Laufen recht angenehm machten. Um die Mittagszeit, haben wir unsere Kameraden, die die kurze Strecke gelaufen sind, im Restaurant zum Essen getroffen.
Das Saltimbocca oder die Riesen-Haxen mundeten vorzüglich! Der eine oder andere Grappa wurde auch noch genehmigt, bevor wir uns auf den Weg nach Hause machten.
Die Bahnerlebnisse mit den alten und neuen Wagen, dem Umsteigen, die Anschlusszüge……dank unserer Kondition wurden auch diese Hindernisse problemlos gemeistert.
Ueli und Bernhard, für die ganze Organisation, die feinen Apéro’s und die wunderschönen zwei Tage, danken wir euch von Herzen!
Folglendes wurde nicht einmal erwähnt um kurz zu bleiben:
> – Nichts von den beiden jungen Aelplern, welche unseren Gesang beklatschten
> – Nichts vom schwarzbrauenen Mädchen und dem übrigen Servierpersonal
> – Nichts von der tanzenden Grossmutter und dem Discobetrieb
> – Nichts vom Ausflug von Beat, Heinz und Hans um 01:30 zum Aussichtspunkt auf Locarno usw.
(Hans Sch. u. Patrick B.)
Die Fotos stammen von Röbi Widmer
