Schneeschuhwanderung vom 13. Februar 2021

Schneeschuhwanderung vom 13.02.2021

Der erste Termin am 6. Februar 2021 musste verschoben werden, da nach traumhaften, winterlichen Bedingungen – auch im Flachland – eine Warmwetterfront mit Regen bis auf 2000 m ü. M. die Durchführung der langersehnten Sportaktivität der Männerturner verhinderte.

Nur einige Tage später kehrte der Winter zurück und verzauberte unsere nächste Umgebung wieder in eine märchenhafte Schneelandschaft.

Peter und Heinz nützten die Chance und rekognoszierten spontan am darauffolgenden Freitag die Schneeschuhtour auf der Rengg aufs Neue. Alles bestens – die Schneeschuhwanderung wurde angesagt!

So trafen sich am „Rüüdige Samschtig“ um 09.45 Uhr sechs maskierte Männerturner bei eisiger Kälte (minus 10 Grad) und fuhren mit drei Autos – also alles corona-konform – auf die Rengg.

Beim Parkplatz im Mettelimoos stiegen wir aus den warmen Autos und schnallten uns umgehend die Schneeschuhe an. Die tiefen Minustemperaturen – mit Bise – flösten uns allen Respekt ein.

Wir stapften los – und schon bald erwärmten sich unsere kalten Hände und Füsse. Wir wanderten durch eine traumhafte, tief verschneite Winterlandschaft und bestaunten die immer wieder neuen, märchenhaften, teils fast mythischen Bilder. Dass wir so nah von zu Hause in eine solch wunderschöne Winterlandschaft eintauchen konnten, erfreute uns ganz besonders.

Angekommen bei einer einfachen Holzütte oberhalb Gräben machten wir unseren ersten Halt: einen Apéro-Halt! Nun stellte sich die Frage nach dem angemessenen Getränk: Heisser Tee oder kalter Wein? Peter zögerte nicht lange und schon war der „temperierte“ Weisswein entkorkt. Zusammen mit Erwins Snacks eine perfekte Sache!

Übrigens: Wein gefriert bei -4,7 °C.

Gestärkt wanderten wir weiter bergauf und freuten uns an den fantastisch verschneiten Tannen.

Bald erreichten wir unseren Mittagsplatz am Rand des Alpiliwaldes. Angesagt war Cervelat bräteln. Peter hackte flugs das trockene Holz zurecht und schon bald brannte ein grosses Feuer. Erwin befreite unterdessen den Picknicktisch vom Schnee und Heinz drehte die lose Sitzlade um. Der Picknickplatz war bereit. Bis die Würste übers Feuer gelegt werden konnten, überbrückten wir die Zeit mit angeregten Gesprächen und Heinz‘ Pinot Noir. Dabei setzten wir unsere Apéro-Erkenntnisse um und wärmten den zu kalten Rotwein im Munde; einer «Zahnarztspülung» gleich.
Wir waren uns alle einig: Dank Corona erlebten wir trotz eisiger Kälte ein herrliches Picknick im Freien!

Gut gelaunt marschierten wir durch die verschneiten Wälder via Alpiliegg und über die mit Pulverschnee überzogenen Hügel und Felder oberhalb Finsterwald, Gräben und Metteli zurück und erreichten nach ca. 2.5 h wieder unseren Ausgangspunkt.

Dieser kameradschaftliche und sportliche Wintertag war wahrlich ein fantastisches Erlebnis. Ich danke im Namen von allen ganz herzlich den Organisatoren und Weinspendern Peter und Heinz sowie den Chauffeuren Peter, Hans und Manfred.

Bericht: André
Fotos: André Duner, Peter Furger und Hans Wigger