
Auf den Donnerstag, den 29. Juni, war der traditionelle Ausflug angesagt. Entgegen der negativen Wetterprognose von Meteo Schweiz erstaunte es am frühen Morgen nicht schlecht, dass sogar die Sonne schien. Bei angenehmen Temperaturen ging’s per Bahn nach Küssnacht am Rigi. Dann brachte uns der Bus zur Talstation der Seebodenalp-Luftseilbahn. (Übrigens feiert der Voralpen-Express (früher die Südostbahn) dieses Jahr das 25 Jahr-Jubiläum.)
Auf der Seebodenalp verteilte sich die stattliche Schar von 27 Senioren – unter ihnen 14 Ehrenmitglieder – auf drei Gruppen. Die einen wählten die Direttissima zur Holderen-Alp, unserem Zielort. Einige der Teilnehmer entschieden sich für die längere Variante, die 90minütige Rundwanderung über die Alt Ruodisegg, die Räbalp, den Hinterboden mit herrlicher Aussicht auf den Küssnachtersee und die Luzernerbucht mit der Leuchtenstadt. Kameraden, die den Weg nicht zu Fuss bewältigen konnten, wurden zur Alphütte gefahren.
Wir als Vorhut genossen auf der Terrasse der Alphütte auf 1116m Meereshöhe die prachtvolle Fernsicht über das hügelige Mittelland mit dem Baldegger- und dem Sempachersee als besondere Farbtupfer. Auch der nördliche Teil des Zugersees lag uns zu Füssen. Das Alp-Beizli, geführt von Söpp und Marianne Thalmann, war einigen von uns fremd. Es liegt als letzte Tankstelle direkt am Aufstieg zum Rigi-Staffel. Die unmittelbare Nähe zur steilen Nordseite des Rigi beeindruckt in besonderer Weise. Eine ‚gute Figur’ machte einmal mehr der Pilatus mit seinem imposanten Wolkengebilde.
Bei bester Stimmung verbrachten wir die Apéro -Time. Das Wachrütteln der Erinnerungen, der Gedankenaustausch, die Pflege der Kameradschaft waren auch hier oben gross geschrieben.
Söpp, ein gebürtiger Entlebucher, machte sich nun daran, seine berühmten Käseschnitten zu präparieren. In der heimeligen Alp-Stube waren die Tische bereits gedeckt fürs Mittagessen.
Nach ungefähr zwei Stunden tauchten die ersten Wanderer im weissen MTV- Leibchen und mit der blauen Mütze auf. Schon bald waren wir wieder vereint. Alle sahen zufrieden aus!
Als nächstes stand das Mittagessen auf der Tagesordnung. Beim Servieren legte sich auch unsere Leiterin Margrit Weber heftig ins Zeug. Sie ist mit den Verhältnissen hier oben bestens vertraut. – Die Vorspeise bestand aus einem mit Tomaten und Melone garnierten Kopfsalat und einer goldfarbenen, heissen Käseschnitte. Eine Kombination, die man eher selten zu Gesicht bekommt und zur Nachahmung empfohlen werden darf. Zum Hauptgang gab es eine feine Rauchwurst und Kartoffelsalat. Die Küche hatte vorzügliche Arbeit geleistet. Herzlichen Dank und Gratulation!
Nach dem Mittagessen gab es einen markanten Wetterwechsel: Der Himmel verdunkelte sich, der Regen blieb denn auch nicht aus. Doch wir befanden uns im Trockenen. Die gute Stimmung, die laufend einen Steigerungsprozess durchmachte, wurde plötzlich unterbrochen. Es gab drei Kurz – Kommentare. Der Präsident Kurt Risi bedankte sich bei den Organisatoren Carlo Ronchetti und Ueli Etter für ihren lobenswerten Einsatz. Ohne eine solche Planungs- und Vorbereitungsphase ginge gar nichts. Ein grosses Kompliment! Carlo war zuständig für den Hüttenbereich, während Ueli sich um den Transport kümmerte. Geklappt hatte alles bestens. Söpp und Marianne sowie die ‚zweite Dame’ verdienten ebenfalls einen grossen Dank! – Leo Oberholzer erinnerte mit seinen Worten an Otto Suter, den Initiator und Gründer des Turner- und Seniorenstamms. Otto war leider viel zu früh verstorben. Wie hätte er sich auch dieses Mal gefreut!! Seine Idee war, allen Kameraden, die aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage waren, an den regulären Turnproben teilzunehmen, die Gelegenheit zu bieten, andere pensionierte Kameraden zu treffen und das Neuste aus dem Verein zu erfahren. – Bei Edi Schubiger, dem Frauenfelder’ spürte man einmal mehr, dass er sich bei uns pudelwohl fühlt. Es zieht ihn immer wieder nach Emmenbrücke.
Eine Besonderheit möchte nicht unerwähnt bleiben: Sieben stimmgewaltige Kameraden hatten sich vorgenommen, den Gesang im Verein wieder etwas aufleben zu lassen. An mehreren Proben studierten sie unter der Regie von Sepp Stirnimann ein paar fröhliche Lieder ein, um sie auf der Holderen-Alp zum Besten zu geben: Vier Titel der Lieder lauteten:‚Ein Bier’, ‚Füdlibürger’, ‚Bajazzo’ und ‚Lueget vo Bärg und Tal’. Das Echo war sehr positiv! Sie dachten dabei schon an kommende Veranstaltungen, um dort die Stimmung musikalisch etwas zu ‚würzen’, ganz nach dem Motto, wie es Edi formulierte: ‚Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen singen keine Lieder’.
Zum Schluss offerierte der Verein noch eine Runde Kaffee. Besten Dank!
Nach und nach bewegte man sich in Richtung Seebodenalp. Um 18 20 Uhr mussten alle bei der Talstation sein. Mit dem Postauto fuhren wir zum Bahnhof Küssnacht.
Fazit des Tages: Der Ausflug war auch dieses Jahr ein voller Erfolg! Freuen wir uns auf nächstes Jahr!
Berich: Herbert Unternährer
Fotos: Peter Wild und Herbert Unternährer
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