
Am 17. Februar gelangte Edi Schubiger an einen neuen Meilenstein in seinem Leben, er wurde 80. – Sechs Tage später traf sich eine stattliche Zahl von Turnkameraden im Restaurant „s’Rossmoos“, um mit ihm auf seinen speziellen Freudentag anzustossen.
Edi Schubiger ist seit 1983 Mitglied des Männerturnvereins Emmenstrand. Schon bald entpuppte er sich als eifriges Vorstandsmitglied und wirkte bei allen sportlichen und gesellschaftlichen Anlässen tatkräftig mit. Zunächst bekleidete er sehr erfolgreich das Amt als Aktuar, später folgte die Berufung zum Präsidenten. Sieben Jahre lang leitete er souverän die Geschicke des Vereins. Er war auch Mitbegründer des Turner- und Seniorenstamms. Kurz gesagt: Edi war ein echtes Urgestein, das mit Leib und Seele dabei war und einiges bewegte. So gab er die Initialzündung zur Schaffung des Newsletters, nachdem der „Ämmesträndler“, das Publikationsorgan der fünf Emmenstrand-Vereine am 26. Oktober 2012 zum letzten Mal erschienen war. Mitbeteiligt waren auch Peter Wild und Leo Oberholzer, die das Blatt seitdem gewissenhaft betreuen. Es erscheint im Internet und in Papierform und findet bei den Mitgliedern sehr guten Anklang.
Vor vier Jahren zog es Edi nach Frauenfeld, in die Hauptstadt Mostindiens. Der Wechsel verlief nicht ganz ohne Emotionen. Einerseits war es der Abschied aus Emmenbrücke, andererseits wartete die liebe Rita auf ihn. – Auch an seinem neuen Wohnort hat er seine Turnkameraden beim wöchentlichen Training gefunden.
Aber man spürt es einfach: Das Heimweh schwingt immer noch ein bisschen mit, nach Emmenbrücke zu seinen ehemaligen Turnkameraden und Arbeitskollegen. Hier fühlt sich Edi einfach wohl. Diese persönlichen Begegnungen sind ihm sehr wichtig.
23 Kameraden und unsere Leiterin Margrit Weber erwiesen ihm die Ehre, gratulierten und überbrachten ihm Glückwünsche für kommende sorgenfreie Lebensjahre. Sogar Walter Schmid, Statthalter der eidgenössischen Veteranen des Turnverbandes Luzern, Ob- und Nidwalden, liess es sich nicht nehmen, den Jubilar höchst persönlich zu besuchen. – Unverhofft stand eine Nachtwandlerin im weissen Nachthemd im Raum, hielt einen Kerzenständer mit brennender Kerze in den Händen und bewegte sich langsam auf Edi zu. Sie überbrachte ihm auf ihre eigene Art die besten Glückwünsche. Edi war sichtlich gerührt und freute sich sehr.
Es dauerte eine ganze Weile, bis Kurt Risi als aktueller Präsident, endlich zum Zug kam. Auch er fasste sich kurz und schloss sich im Namen des Vereins den Worten und guten Wünschen der Anwesenden an.
Der Jubilar bedankte sich bei allen ganz herzlich. Er hatte es so eingefädelt: Mit einem feinen Weisswein wurde übergeleitet zum kulinarischen Teil. Man erhob die Gläser, liess sie erklingen und stiess auf das Geburtstagskind an. Dazu wurden originell kreierte Apéro-Häppchen mit Melone, Käse und Fleisch, sowie feine Bruschette serviert. – Herzlichen Dank für deine Grosszügigkeit, lieber Edi! – Die Stimmung war ausgezeichnet. Angeregte Diskussionen und Austausch von Erinnerungen standen nun im Vordergrund. Es war einfach toll! Zu guter Letzt überreichte er dem neuen Kassier noch ein Couvert mit einem Zustupf für die Vereinskasse.
Die kleine Festgemeinde löste sich gegen halb zwölf Uhr langsam auf. Für Edi war der Tag noch lange nicht zu Ende. Ein dreifacher Turnerklatsch rundete das Ganze ab.
Text: Herbert Unternährer
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