Noch vor der kurzen Fahrt mit dem «Seetaler» zum Ausgangspunkt der Wanderung in Waldibrücke konnten die Organisatoren Peter Furger und Patrick Bianchi bei schlechten Wetterbedingungen 32 Kameraden und die Leiterin Margrit Weber willkommen heissen. Die beiden hatten die Wanderung rekognosziert, optimal vorbereitet und erfolgreich durchgeführt. Das Bedürfnis nach Vereinsleben war nach dem coronabedingten langen Unterbruch gross. Das Einhalten der vorgeschriebenen Massnahmen (Masken im Zug, Social Distancing) wurde vorbildlich beachtet.
Über eine eiserne Treppe zur Bahnüberführung ins Einfamilienhaus-Quartier an der Weristrasse steuerte der Weg nach zwei Kilometern südwestwärts auf den Weiler Rottertswil zu, am Hof und an der Christbaum-Plantage der Familie Bühlmann vorbei. Hier dürfte Heinz Eichenberger im Advent wieder als Berater und Verkäufer von Christbäumen in Aktion treten. Die Gruppe blieb während der Wanderung stets zusammen. Schon bald erschien das erwartungsvolle Teilnehmerfeld beim ersten Apéro-Schauplatz, der sich beim Schiessstand Hüslenmoos befand. Eingehüllt in mehr oder weniger dichte Klamotten, mit entsprechender Kopfbedeckung und Schirm ausgestattet. Denn Petrus hatte dieses Jahr wenig Einsehen und hielt die Schleusen offen. Alle freuten sich auf die willkommene Pause.
Der Schiessstand war allen von den letzten Grillabenden her bestens bekannt. Vorbereitet wurde der Apéro von Peter und Patrick, den beiden Organisatoren, von Walter Keller und Fred Bucher. Der offerierte Weisswein und ein Bierchen wurden sehr geschätzt, aber auch das passende Apéro-Gebäck und das Speckbrot. Die Stimmung war heiter, trotz des miesen Herbstwetters
Zur Erinnerung: Fred Bucher und seinem guten Draht zu Herrn Walter Hauser, dem Schiessstand-Chef, und zu den Schützen war es zu verdanken, dass der Verein Gastrecht geniessen durfte. Es war den Kameraden erlaubt, die gediegene Infrastruktur zu benützen. Fred liess sich nicht zweimal bitten, schon am frühen Morgen nach dem Rechten zu sehen und die Schützenstube zu heizen, die vor allem den Kameraden, die nicht mehr so gut zu Fuss waren, zur Verfügung stand – aber nicht nur! Bekanntlich beruht vieles auf Gegenseitigkeit. An Schützenanlässen springen immer wieder MTV-Mitglieder spontan ein, um die Organisatoren bei ihren Einsätzen tatkräftig zu unterstützen. An dieser Stelle wieder einmal ein dickes Dankeschön!

Nach dem Apéro begann im angrenzenden Hüslenwald die Pirsch nach dem Fuchs. Eine Zeitlang ereignete sich nichts Aufregendes, doch schon bald war Walter Odermatt erfolgreich. Er zauberte – war es nun Gespür oder Zufall? – unter einem überwucherten Wurzelstock das Objekt der Begierde hervor. Er war eben zur rechten Zeit am richtigen Ort. So wurde er das zweite Mal zum Fuchsbaron des Vereins gekürt. Gratulation!
Mit neuer Energie «im Tank» nahmen die Kameraden die zweite Hälfte der Wanderung in Angriff, die dank der wegweisenden Bilder, nicht allzu viel Hirnzellenkitzel versprach. Über einen klassischen Hohlweg gelangte die Gruppe zur Rotbachbrücke bei Mittler-Hüslen. Die Fortsetzung begann dann auf einem asphaltierten Strässchen in Richtung Cholbe, um gleich wieder im Thanwald zu verschwinden. Weitere Stationen waren: Schulhaus Rüeggisingen, Flabkaserne Emmen, Oberhalten, Sonnhaldenstrasse bis zur Autobahnbrücke, «Hammerstutz».
Mit zufriedenen Gesichtern trafen alle, wie vorgesehen, rechtzeitig beim Restaurant «Rossmoos» ein, um später in den Genuss eines schmackhaften Abendessens zu kommen. Zum zweiten Mal liessen sich die «MTVler» an einer Fuchsjagd hier verwöhnen.
Doch zuvor war noch Apéro-Time im Wintergarten. Anschliessend wurden die «Hungernden» mit einem kleinen Gemischten Salat, einem Schweins-Geschnetzelten Zürcher Art und einer speziellen Schokoladen-Crème verwöhnt. Supplément gab es reichlich. Ein grosses Kompliment an den Küchenchef, die Bedienung und die Gastgeberin Milly.
Die Tische waren mit herbstlichen Motiven geschmückt – in Gläsern mit Teelicht obendrauf – arrangiert.
Der Präsident Kurt Risi liess es sich nicht nehmen, sich bei den Organisatoren Peter und Patrick, den Helfern, allen Teilnehmern und bei Milly und ihrem Staff herzlich zu bedanken. Die Kameraden bekräftigten diesen Dank mit einem «Dreifachen Turnerklatsch». Dieser war auch Ausdruck der Zufriedenheit.
Die Zeit reichte längst für Geselligkeit, Gedankenaustausch, Auffrischen von alten Erinnerungen, Pflege der Kameradschaft, was allen sichtlich Spass bereitete.
Für die mustergültige Vorbereitung und Durchführung dieses Traditions-Events sowie für das gute Timing möchte auch ich Peter Furger und Patrick Bianchi im Namen aller Teilnehmer ein Kränzchen winden. Sie hatten zum 8. Mal die Fuchsjagd erfolgreich aufgegleist.
Die Apéros im Hüslenmoos und im «Rossmoos» sowie eine Runde Kaffee – gespendet vom Verein – aber auch das Bier und das Speckbrot von Patrick Bianchi, verdienen ebenfalls ein Lob..
Einen besonderen Dank gebührt auch dem Fotografen Peter Farni, der für mich erfolgreich einsprang.
Doch langsam neigte sich der Abend zu Ende. Die einen verzogen sich, andere wurden von «Guten Geistern» nach Hause chauffiert.
Bericht: Herbert Unternährer
Fotos: Peter Farni, Herbert Unternährer
