
Am Mittwoch, den 3.Juni 2015 trafen sich 49 Turnkameraden aus Egolzwil und Emmenbrücke zum traditionellen Event vor den Toren zur Monosuisse AG an der Gerliswilstrasse in Emmenbrücke.
Für die Besichtigung der beiden baulichen Grossprojekte ‚Seetalplatz’ und ‚Viscosistadt’ war Gemeinderat und Baudirektor Josef Schmidli zuständig. An einem Modell zeigte er uns auf sehr sympathische Art die momentane Situation und jene, wie sie in Zukunft am Seetalplatz aussehen wird. Ein zweites Modell offenbart die Veränderungen des Industrie-Areals zur „Viscosistadt“. Einst waren über 3000 Leute beschäftigt, und heute arbeiten gerade noch 200 Personen hier.
Das Entwicklungsgebiet ‚Seetalplatz’ / ‚Viscosistadt’ wird in den nächsten 10 bis 20 Jahren zu einem neuen, dynamischen Stadtteil, direkt an den Ufern der Kleinen Emme und der Reuss, verkehrsmässig optimal vernetzt, mit einem neuen Bushof. Auf einer Fläche von 600 000 qm sollen drei Quartiere, ein Industrie- und Gewerbeareal, eine Hochschule für Design und Kunst, 1500 neue Wohnungen, 4000 zusätzliche Arbeitsplätze und viel Raum für Freizeit und Erholung geschaffen werden. Diese Angaben stammen aus dem Prospekt.
Der Seetalplatz war bis jetzt vorwiegend Verkehrsknotenpunkt. Beim ‚Reusszopf’ entsteht im Zusammenhang mit den Hochwasserverbauungen eine grüne Oase mit einer künstlichen Insel in der Kleinen Emme. Ruhesuchende und Naturliebhaber wird es freuen!
Auf einem Fussmarsch, zunächst dem Fluss entlang, erfuhren wir höchst interessante und wichtige Details. Beispielsweise zum Thema Grundwasser: Das Flussbett der Kleinen Emme darf keinesfalls ausgebaggert werden, sonst bestünde die Gefahr, dass der Grundwasserspiegel massiv ansteigen würde. Erschreckend hoch präsentieren sich im Raum der Zollhausbrücken Betonmauern, die bei künftigem Hochwasser Überschwemmungen verhindern sollen. Deshalb müssen neue Brücken erstellt und diesem Niveau angepasst werden.
Etwas später, beim ‚Galgewäldli’ meinte Josef Schmidli: ,,Schaut euch die Skyline bei der Kehrrichtverbrennungsanlage noch einmal an. Das markante Gebäude wird nicht mehr gebraucht und verschwindet bald.’’
Abschliessend erwähnte er noch das Autobahnprojekt ‚Bypass Luzern’ Dazu muss der Bundesrat etwa im Jahr 2018 noch grünes Licht erteilen. Utopie!? Wohl kaum! Geld ist ja genügend vorhanden!
Kurt Risi, Präsident des Männerturnvereins Emmenstrand, bedankte sich im Namen aller Beteiligten beim Baudirektor für die spontane Bereitschaft und die kompetente, engagierte Führung.
Zum gemütlichen Teil wurde ins Restaurant ‚Rossmoos’ disloziert. Hier stand zunächst eine währschafte Schweinsbratwurst an einer vorzüglichen Zwiebelsauce mit Brot im Mittelpuinkt. Ein grosses Kompliment an die Küche. Im Verlauf des Abends wurden Erinnerungen an frühere Ereignisse, Zusammenkünfte wachgerüttelt. Es kam zu angeregten und spannenden Gesprächen unter Turnkameraden. Land und Agglomeration / Stadt sind eigentlich gar nicht so weit voneinander entfernt.
Um 23 Uhr klang der Abend langsam aus. Es gab nur zufriedene Gesichter. Schade, Josef Schmidli konnte leider nicht mehr unter uns weilen, er hatte noch andere Verpflichtungen.
Text und Fotos: Herbert Unternährer
