
Petrus muss ein Männerturner gewesen sein. Alles, aber auch ganz alles hat bis ins letzte Detail geklappt. Noch am Freitag war man sich nicht klar, ob die Gotthardbahn tatsächlich den Oberalp-Pass befahren kann. Wäre dies nicht möglich gewesen, hätte man eine andere Destination als die bekannte, bewährte „Oberalp, Calmot, Milez, Dieni“ anvisieren müssen. Zum Zweiten spielte das Wetter ausgezeichnet mit. Tiefblauer Himmel war uns beschert, erst um die Mittagszeit zogen leichtere Wolken vom Westen her vorüber. Sie konnten und wollten uns nichts anhaben.
Die neun Alpinfahrer machten sich am besagten Samstag den 3. März frühzeitig auf den Weg. Sie wollten rechtzeitig in Andermatt den Zug nach der Oberalp-Passhöhe besteigen. Die „Schlachtenbummler“ trafen etwas später in Andermatt ein. Mit zwei Privatautos erreichten wir problemlos den Zielort. Die beiden Chauffeure, Werner Grubenmann und Carlo Ronchetti waren für die sehr angenehme Fahrt verantwortlich. Nach einer kurzen Kaffeepause im „Badus“ machten sich Werner und Franz auf Schusterrappen auf den Weg zum Nätschen, während wir andern sieben Bummler uns mit dem Zug dorthin befördern liessen. Dadurch hatten wir etwas mehr Zeit, den Apéro gebührend zu geniessen. Das gesellige, gemütliche Beisammensein bei diesem traumhaften Wetter liess keine Zweifel offen, dass wir das Mittagessen ebenfalls hier oben, in dieser herrlichen Bergwelt verspeisen würden. Die Veltlinertour soll und muss einen sportlichen Anstrich haben. Dafür sei den neun Alpinfahrer ganz herzlich gedankt, sie haben etwas mehr geleistet als die andern. Aber auch wir „Schlachtenbummler“ waren nicht untätig. Wir haben gute kameradschaftliche Gespräche geführt, haben der Bergbevölkerung durch unser konsumieren wertvolle finanzielle Unterstützung geleistet und erst noch beim Jassen mit bescheidenem Einsatz vergnügliche Stunden verbracht. Ist doch auch was, oder?.
Kurz vor 17.00 Uhr waren dann die Fahrer ebenfalls im „Badus“ eingetroffen. Das bestellte, gehört schon fast zum obligatorischen Teil, Fondue liessen wir uns gut schmecken. Peter Wild trat vorher die Heimreise an, es warteten noch andere Verpflichtungen auf ihn.
Leo Oberholzer, unser initiativer Präsident, bedankte sich bei seinen Kameraden für das tolle Mitmachen. Der Anlass konnte unfallfrei durchgeführt werden. Leo, wir danken Dir für das mustergültige organisieren dieser 20. Tour. Wir Teilnehmer durften den von der Vereinskasse spendierten Trunk in vollen Zügen geniessen, ehe die Heimfahrt angetreten wurde.
Eines ist sicher, es war ein wirklich schöner Tag. Alles hat bestens geklappt. Die sportlich gut genützte Veltlinertour 2012 gehört der Vergangenheit an. Sie hat in unserm Gedächtnis einen besonderen Platz. Wir denken gerne an sie zurück. Es kann nur eines geben, eben eine Veltlinertour 2013.
Text: Edi Schubiger
Fotos: Peter Wild
