
Bei prächtigstem Herbstwetter mit sommerlichen Temperaturen warteten 35 Kameraden beim Parkplatz Gersag auf den «Startschuss» zur traditionellen Fuchsjagd. Organisiert wurde sie zum sechsten Mal von Patrick Bianchi und Peter Furger, die uns alle willkommen hiessen.
In drei Gruppen zogen wir, mit farbigen Bildern als Orientierungshilfen «im Gepäck», los. Der Weg führte uns zunächst über das Stadion Gersag zum Rossmoos, weiter übers Bänihüsli zum Kasernenkreisel. Nächster Punkt war der Adligenweiher. Ab dem Eisenbahnbrüggli beim Unterkapf führte die Route über den Oberkapf hinunter zum Hübeli-Schulhaus. Doch zunächst mussten wir das Couvert mit den weiteren Angaben finden. Es war in einer Leitplanke versteckt. Nach dem Überqueren der Rothenburgstrasse erreichten wir die Autobahnunterführung Weiherstrasse. An einer markanten Stelle, dem «Buechewäldli», betraten wir den Riffigwald, den wir in der Folge durchstreiften. Nahe einer Waldhütte, auf der Höhe des Restaurants «Listrig», erwarteten uns die Organisatoren und Walter Keller mit den gehandicapten Kameraden.
In umgekehrter Reihenfolge wie üblich wurde zuerst der Fuchs gejagt. Notgedrungen mussten wir vorläufig auf das erfrischende Bierchen verzichten. Es war hart nach den zurückgelegten Kilometern und bei dieser Wärme! Im Umkreis von circa 200 Metern hielt sich der «Fuchs» auf. Er musste möglichst schnell aufgestöbert und zur Strecke gebracht werden, und es war kein Leichtes, in diesem Gelände sofort erfolgreich zu sein. Zahlreiche vermodernde Baumstrünke konnten als Versteck dienen.
Schliesslich war es soweit. Jörg Meier war es vergönnt, für ein Jahr in die Rolle des Fuchsbarons zu schlüpfen. Herzliche Gratulation!
Endlich floss das ersehnte Bierchen, und ein feiner Weisswein stand bereit. Das Apéro-Gebäck war speziell, sehr passend.
Die nächste Etappe begann mit einer grossen Schleife nord-, dann westwärts durch den Wald zum Schluchenmoos, dann in südlicher Richtung über eine offene Fläche zum Schluchenwald. Hier befindet sich das Wasser-Reservoir der Gemeinde Emmen. Nach den Stationen Obere Erlen und Ober Ämmeweid steuerten wir in der Neu Erlen dem Partyhaus des Familiengärtnervereins Emmen zu.
Die Räumlichkeiten kannten wir, denn letztes Jahr waren wir hier zu Gast. Die Infrastruktur war ideal. Alles, was gebraucht wurde, war vorhanden. Es war wiederum das Verdienst von Bruno Stoop als Familiengärtner, dass wir den Raum mieten durften.
Lange gedeckte Tische, sehr schön mit floralen Motiven dekoriert, standen zum Gaumentanz bereit. Die botanische Zierde verdankten wir Brunos Frau Maria. Ich möchte ihr ein Kränzchen winden!
Ab jetzt hatte die Kulinarik Vorrang. Zum 25. Mal kreierten Adolf und Theres Lötscher in liebevoller Weise das traditionelle Abendessen: Heisser Beinschinken, Kartoffelsalat an einer würzigen Mayonnaise-Sauce und gemischter grüner Salat. Es schmeckte hervorragend. Supplement gab es in Hülle und Fülle. Gratulation und herzlichen Dank! Zum Dessert gab es Crème Brûlée, gespendet von Franz Lötscher.
Die Kameraden Heinz Eichenberger, Hans Schwegler, Walter Keller, Hans Wigger und Bruno Stoop halfen tatkräftig in der Küche und beim Servieren. Auch sie ernteten viele Lorbeeren!
Kurt Risi hielt eine kurze präsidiale Dankesrede. Er gab seiner Freude Ausdruck über das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder und war begeistert und hocherfreut über das Engagement unserer «Guten Geister» im Verein. Als einziger Wermutstropfen galt der Verzicht von Adolf Lötscher als «Chefkoch» für die Zukunft! Ich könnte mir vorstellen, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Alle Kameraden würden diesen Entschluss gewiss respektieren, aber äusserst bedauern!
Hans Wigger als Kassier meldete sich noch zu Wort und machte Reklame für seine Spendenkasse. Vom Legat, welches uns Seppi Felder nach seinem Tod überlassen hatte und nur für die Fuchsjagd bestimmt ist, wurden die Kosten für das Essen und den Kaffee beglichen. Das «Geistige» steuerte Walter Odermatt in verschiedenen Varianten bei.
Geselligkeit, Gedankenaustausch und die Pflege der Kameradschaft standen wie gewöhnlich hoch im Kurs.
Langsam neigte sich auch dieser Abend zu Ende. Es wurde noch kurz gesungen, und wie üblich, blieben auch heuer die «Letzten Höckeler» eben hocken… Aber auch sie leisteten ihren Anteil zum Gelingen des Anlasses. Zum Schluss wurde zügig aufgeräumt. Nochmals herzlichen Dank an alle Helfer und Sponsoren!! Es war toll, und es lebe die Fuchsjagd 2019. Sollten die Füchse einmal aussterben, unsere Spezies wird überleben!
Bericht und Fotos. Herbert Unternährer
