
Samstag, 17.Oktober. Bedeckter Himmel, leichter Regen! Vom ‚Goldenen Herbst’ keine Spur. Also nicht optimale äussere Voraussetzungen für unsere Fuchsjagd.
Dennoch fanden sich knapp zwei Dutzend ‚Jäger’ beim Gersag – Schulhaus ein.
Peter Furger und Patrick Bianchi, beide im Vorstand, hatten den Anlass mustergültig vorbereitet.
Ähnlich wie letztes Jahr dienten Farbfotos als Orientierungshilfen Erinnern wir uns: Vor wenigen Jahren noch wurden heikle Stellen wie Verzweigungen mit Sägemehl gekennzeichnet.
Auf Empfehlung der Organisatoren blieb die ganze Gruppe beisammen. Warme Kleider und passende Schuhe waren unentbehrlich. Eine Bahn- oder Busetappe – zwei Neuerungen der letzten Jahre – blieb uns erspart..
Nach dem ersten Zwischenstop an der Erlenstrasse verrieten uns weitere Aufnahmen die Fortsetzung des Weges: Schulhaus Erlen, Schluchen, Schluchen moos, Feuchtbiotop Lang nahe der Kantonsstrasse, die mitten durch den Riffigwald führt. Neben einer Waldhütte empfingen uns Peter, Patrick und ‚Mundschenk’ Alois Egli zum Apéro. Besonders geschätzt wurde der feine Weisswein! Auch Bierchen standen schön aufgereiht auf einer Bank bereit. Dazu gab es Speck -Guggelhopf und Salzstängeli.
Innerhalb eines Halbkreises von 50 Metern Radius galt es nun ernst. Hier versteckte sich der ‚Fuchs’ irgendwo. Es zeichnete sich bald ab: Das Aufstöbern dürfte diesmal eine schwierige Angelegenheit werden. Der ganze Bereich war mit Brombeerstauden durchsetzt. Es gab auch mehrere Gräben zu überwinden. An vermodernden Baum-
strünken wucherten ganze Pilzkolonien. Dazu war der Boden mit farbigen und zum Teil schon verdorrten Ahornblättern übersät. Kurzum: Wir kämpften uns durch Gestrüpp und Unterholz!
Die Bemühungen blieben denn auch über längere Zeit erfolglos. Erst ein zweiter Anlauf, eingeengt auf einen bestimmten Sektor, brachte den gewünschten Erfolg. Endlich, ein schriller, erlösender Pfiff: Die Suche war zu Ende..
Der MTV Emmenstrand hat einen neuen Fuchs-Baron. Er heisst Peter Wild!! Doch hat er das ‚Tier’ nicht entdeckt, sondern fast am Boden zerdrückt. Unter seinem Fuss spürte er etwas Eigenartiges. Die Tarnung war zu perfekt. Um de Beute freizu- bekommen, musste er stachelige Brombeerranken und viel Laub entfernen.
Entscheidend war diesmal nicht ein besonderer Riecher, auch nicht eine exzellente Beobachtungsgabe, sondern der Zufall.
Ab jetzt wiesen uns Luftaufnahmen aus dem Internet, versehen mit einem ‚Roten Faden’, den weiteren Weg.
Peter sträubte sich anfänglich, den haarigen Tornister mit erheblichem Gewicht zum Bestimmungsort an der Butzibachstrasse 18 zu tragen. Doch er hatte keine andere Wahl. Die Tradition verlangte es! – Herzliche Gratulation!
Hubert Bucheli, ebenfalls Mitglied unseres Vereins, stellte seine Werkstatt (schon zum dritten Mal) spontan und gratis zur Verfügung. Das ist nicht selbstverständlich!! Herzlichen Dank!
Fünf stilvoll gedeckte Tischinseln im beheizten Raum standen bereit. Zu den ‚Jägern’, den Organisatoren, der Küchenequipe gesellten sich noch ein paar ältere Kameraden – Seppi Felber (91); Willi Frei (bald 90); Fredy Duner (in vier Jahren 90). Die beiden ältesten wurden vom jüngsten der drei daheim abgeholt und später wieder nach Hause gebracht. Ein toller Aspekt guter Kameradschaft!
Über 30 Kameraden trugen zum Gelingen eines beliebten Events bei. Ein Highlight war – wie immer – das ‚besondere’ Nachtessen, liebevoll vorbereitet von Adolf und Theres Lötscher: Wie hätte es anders sein können! Ein ausgezeichneter Bein-
schinken, Kartoffelsalat mit viel Mayonnaise und grüner Salat; zum Nachtisch gebrannte Crème. Für hungrige Mäuler war Nachschub reichlich vorhanden. Der Küchengehilfe Franz Lötscher wedelte elegant von Tisch zu Tisch, umschwirrte und bediente uns wie eine Elfe! Auch Walter Keller und Hans Schwegler halfen tatkräftig mit.
Kurt Risi, unser Präsident, nahm die Gelegenheit nochmals wahr, allen Beteiligten auf sympathische Art zu danken, vor allem den Organisatoren, der Küchenmann-
schaft und im Speziellen dem Gastgeber Hubert Bucheli. Unterstrichen wurde dieser Dank mit einem dreifachen Turnerklatsch!
Geselliges Zusammensein mit Gedankenaustausch war bei uns immer gross geschrieben!!
Unterschwellig wurden einige Stimmen laut, die ‚Olympiade’ wieder aufleben zu lassen. Wir sind gespannt auf nächstes Jahr. Allen hat’s gefallen. Es lebe die Fuchsjagd 2016!
Text: Herbert Unternährer
Fotos: Herbert Unternährer und Peter Wild
