Herbstwanderung 2015 des MTV Emmenstrand

Teilnehmer

Max Siegrist  hat sich bereit erklärt, die Nachfolge von Willi Frei als Wanderleiter anzutreten. Mit vollem Erfolg!

Ab Bahnhof Emmenbrücke ging’s per Zug via Luzern nach Zug. Ein Bus Nr.11 der städtischen Verkehrsbetriebe  brachte uns zur Talstation Schönegg der Zugerbergbahn.

Nach 6minütiger Fahrt auf 926 Meter über Meer genossen wir von einer natürlichen schmalen Terrasse aus eine herrliche Aussicht auf den Zugersee. Unser Hausberg, der stolze Pilatus, dominierte die Szene. Er präsentierte sich für uns von einer eher ungewohnten Seite, ebenso die Königin der Berge, die Rigi.

Gemeinsam begann die Wanderung gen Süden in Richtung Wildspitz. Ein Dutzend Kameraden entschied sich bei der ersten Verzweigung für die längere Variante, die klassische Rundtour. Zu beiden Seiten des Weges erfreuten uns lilafarbene Herbstzeitlosen; ein sicheres Zeichen, dass der Herbst endgültig Einzug gehalten hat. Linkerhand der Route zum Früebüel liegt ein seltenes Moorgebiet auf dem von eiszeitlichen Gletschern geformten Hochplateau. Hier wurde früher Torf abgebaut. In Früebüel war von 1943 – 88 die einzige berüchtigte, militärische Strafanstalt der Schweiz in Betrieb. 1989 wurde sie in eine ETH – Forschungsstation umgewandelt. Kurz vor dem ‚Pfaffenboden’, dem Wendepunkt unserer Rundwanderung, erinnert eine steinerne Tafel an das Ende des 2. Weltkrieges.

Hier kam es zu einem überraschenden wohlgemeinten Stundenhalt: Gerry zauberte eine Flasche Weisswein und „Studentenfutter“ aus seinem Rucksack. Angestossen wurde mit Zinnbechern!

Nach ungefähr 1 ½ Stunden erreichten wir unsern Zielort, das Restaurant ‚Hintergeissboden’. Petrus war uns bisher wohlgesinnt. Der grosse Rest der 37köpfigen Schar wählte die kürzere Variante und gelangte ebenfalls ohne Zwischenfall ans Ziel.

Sinn dieses Anlasses ist nicht eine auf Ausdauer ausgerichtete Parforce-Leistung, sondern wie eh und je, ein geselliges Zusammensein, Pflege der Kameradschaft.

Eine sympathische Crew  mit der Chefin aus Emmenbrücke erwartete uns in ihrer heimeligen Gaststube, hiess uns willkommen. Der Verein spendierte zu Beginn des kulinarischen Teils einen feinen Weisswein mit ‚Chnoblibrot’. Nicht jeden Tag stehen  zwei Apéros zur Verfügung. Anschliessend wurde uns ein hervorragendes Menü serviert: Cordon bleu, Pommes Frites, Gemüsebouquet.

Noch vor dem Dessert ergriff Präsident Kurt Risi das Wort. Er bedankte sich bei allen Kameraden für die Teilnahme und speziell unserem Wanderleiter Max Siegrist, der es verstand, eine Wanderung mit viel Abwechslung auf die Beine zu stellen. Für einige Kameraden dürfte dieser Zuger Bergrücken Neuland, eine geografische Bereicherung sein. Alles hatte bestens geklappt. Die Premiere war vollauf gelungen. Es ist nur zu hoffen, dass noch einige Ausgaben dieser Art folgen werden. Vielen Dank, Max und herzliche Gratulation!  Einen weiteren Dank richtete Kurt an die Küchenmannschaft und das Service-Personal. Ein dreifacher Turnerklatsch unterstrich diese Worte.

Draussen gab es inzwischen einen markanten Wetterwechsel: Es regnete phasenweise recht ergiebig. Im Saal wurde die Stimmung nun etwas lockerer. Es kam zu intensiven und spannenden Gesprächen. Auch Witze waren keine

Seltenheit. Adolf und Sepp fühlten sich in ihrem Element. Ein erstklassiger, eher schwerer  Rotwein trug zur tollen Stimmung bei. So verging die Zeit im Nu. Mit Müh’ und Not kam sogar noch ein Gesamtfoto bei Sonnenschein zu Stande.

Um 15 30 Uhr erfolgte die Rückkehr zur Standseilbahn. Unterwegs begegneten wir noch einem Kriegs-Relikt, einer Panzersperre in Form eines tiefen, breiten Grabens. Erwähnenswert wäre noch folgende Begebenheit. Alois, der wegen seines Fuss-Handicaps nicht mehr an der eigentlichen Wanderung teilnehmen konnte, durfte die Dienste der netten Serviertochter in Anspruch nehmen, die ihn hin und her chauffierte. Chapeau!

Text: Herbert Unternährer
Fotos: Herbert Unternährer und Peter Wild