Helfereinsatz beim Swiss City Marathon 2021

Nebst der polysportiven Ausrichtung hat der MTV Emmenstrand ein zweites wichtiges Betätigungsfeld.

Es sind Helfereinsätze bei anderen Vereinen oder Grossveranstaltungen wie Turnfeste, Leiterkurse des Verbandes, Schwing- und Schützenanlässe, aber auch Kulturevents wie Musik- oder Jodlerfeste.

Am letzten Sonntag, den 31. Oktober 2021, ging bei prächtigem Herbstwetter der 14. Swiss City Marathon Lucerne über die Bühne. Die letztjährige Ausgabe fiel coronabedingt aus und wurde durch eine virtuelle ersetzt. Es war gewiss kein gleichwertiger Ersatz für ein wahrhaftiger Laufevent. Rund 8400 Läuferinnen und Läufer – ausgerüstet mit einem Covid-Zertifikat, einem persönlichen Ausweis und einer Startnummer – waren angemeldet. Nach Angaben der Luzerner Zeitung standen dann aber ‘nur’ rund 6700 Laufwillige am Start. Es gab diesmal einige Änderungen, so zum Beispiel beim Startprozedere. Im Gegensatz zu früher erfolgte der Start auf vier Kanälen in 2 Sekunden-Intervallen. Die Zeitmessung erfolgte über einen Chip, der sich in der Startnummer befand und erst beim Überqueren der Startlinie ausgelöst wurde.

Erst zum zweiten Mal waren unsere Leute dabei, wiederum mit Kurt Risi als Koordinator. Das Organisations-Komitee hatte ihnen einer der attraktivsten Abschnitte zugeteilt: von der Seebrücke, den Schiffsanlegestellen entlang, am Wagenbachbrunnen und am KKL vorbei bis nach dem Inseli.

Physisch konnten die 17 Männer und Margrit Weber als Leiterin eher eine ‘ruhige Kugel schieben’. Ihre Hauptaufgabe war die Sicherung und Freihaltung der Laufstrecke. Es brauchte also wachsame Augen. Im Falle einer gesundheitlichen Störung wie eines Schwächeanfalls oder sogar eines Zusammenbruchs einer Läuferin oder eines Läufers mussten die Person betreut und die Sanitäter gerufen werden. Präsenz war also sehr wichtig. (Eine Frau musste dann tatsächlich betreut und versorgt werden.)

Die Organisatoren waren froh um jeden einzelnen freiwilligen Helfer oder Volunteer. Ohne sie wäre die Durchführung eines solchen Anlasses mit diesen Dimensionen undenkbar. Die Abwicklung der eigentlich Laufveranstaltung lag natürlich in den Händen des Organisations-Komitees. Im Vorfeld hatten die Volunteers kaum einen Aufwand.

Was besonders ins Auge fiel und erst noch amusant wirkte, waren das ‘Studium’ und der Vergleich der verschiedenen Laufstile. Trainierte Athleten erkannte man auf den ersten Blick. Was die Laufdresses betraf, gab es viel Abwechslung. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Während Stunden herrschte auf diesem Streckenteil, Dauerbetrieb. Fast ununterbrochen flitzten die Teilnehmenden hin oder her, einzeln oder in Gruppen. Einer schleppte sogar laute Musik in einem Rucksack mit. Langweilig wurde es nie.

Auch das Verlassen des KKL’s nach dem Durchlauf konnte beobachtet werden. Kaum war die markante Linksbiegung erreicht, legten einige Teilnehmende eine kurze Verschnaufpause ein, um ihre Liebsten zu begrüssen, um etwas zu trinken, um sich kurz mit Gleichgesinnten auszutauschen oder einen kurzen Blick auf ihre Uhr zu werfen. Dann ging’s aber unwiderstehlich weiter in Richtung Ziel.

Vorbei liefen Läuferinnen und Läufer mit blauen Nummern (Halbmarathon) und solche mit roten Nummern (Marathon) oder die ‘City Runner’, deren Wendpunkt sich bei der Kanti Alpenquai befand.

Eines hatten die meisten gemeinsam: Der Sieg dürfte keine Rolle gespielt haben., sondern das gemeinsame Lauferlebnis stand im Fokus, der Laufgenuss. Wer noch Zeit und Lust verspürte, bei all diesen Strapazen etwas von der fantastischen Landschaft mitzubekommen, die der Pilatus mit seinen Gipfeln überragt, dürfte mehr als zufrieden gewesen sein mit dem Tag.

Nach dem ‘Besenwagen’ musste noch aufgeräumt werden. Hier musste doch noch tüchtig Hand angelegt werden. Die relativ hohen knallgelben Marti-Elemente mussten aus ihren Sockeln gehoben und verladen werden, ebenso die niedrigeren Absperrgitter. Dieser letzte Einsatz war nicht einmal so ungefährlich, denn der Verkehr war inzwischen freigegeben worden.

Für die Stadt Luzern und die Gemeinde Horw ist der Swiss City Marathon eine feste Institution geworden und wird es hoffentlich auch bleiben. Er ist bei weitem nicht das grösste oder bedeutendste Laufspektakel weltweit, aber mit Sicherheit eines der schönsten, wenn nicht das schönste.. Das bedeutet: Beste Reklame für die ganze Region!

Auf eines darf der MTV Emmenstrand stolz sein – auf seine Helferqualitäten! Das bezeugen auch die verschiedenen positiven schriftlichen oder mündlichen Reaktionen.

Zum Ausklang des erfolgreichen Tages gab es im Restaurant ‘Panorama’ zu Hause noch ein verdientes, kühles Bier. Allen Helfern gebührt ein grosser Dank. Erfreulicherweise fliesst nach einem solchen Einsatz ein ansehnlicher Batzen in die Vereinskasse, was wieder allen zugutekommt.

Um es ja nicht zu vergessen: Als einziger Halbmarathon-Läufer wagte sich Peter Furger als technischer Leiter unseres Vereins auf die Strecke. Er verfehlte zwar das Podest um einige Ränge (Rang: 1561; Zeit: 1:52,07); dennoch figurierte er im ersten Drittel seiner Kategorie. Chapeäu vor dieser Leistung!

Text und Fotos:  Herbert Unternährer