Am vergangenen Freitag, den 4. Mai, trafen sich die Leiter Lötscher Adolf, Wicki Fritz, Unternährer Herbert, Eichenberger Heinz, Furger Peter, Sennhauser René, Bitzi Urs, Meier Jörg und die Leiterin Weber Margrit, sowie der gesamte Vorstand des MTV Emmenstrand mit Keller Walter und den Partnerinnen zum traditionellen Event.
Adolf als Organisator hat sich auch dieses Mal für eine einheimische Variante entschieden. Der Ausflug als solches blieb zwar eher in bescheidenem Rahmen; die Distanz zwischen den beiden «Schauplätzen» betrug keine zwei Kilometer.
Thema des nicht kulinarischen Teils war die Feuerwehr Emmen. Um 18 00 Uhr empfing uns der Feuerwehr-Kommandant Major Müller Patrik höchst persönlich, unterstützt von seinem Mitarbeiter Hauptmann Müller Daniel. Patrik steht in seinem neunten Jahr auf seinem verantwortungsvollen Posten.
Zu Beginn der Powerpoint-Präsentation stand auf der Leinwand im Kommunikations-raum der vielversprechende Slogan:
Feuerwehr Emmen … zukunfts- und lösungsorientiert.
Auf eindrückliche Art stellte uns Patrik die Feuerwehr Emmen mit all ihren Facetten vor.
- In der Gemeinde Emmen gibt es eine Ortsfeuerwehr und vier Betriebs-Feuerwehren.
- Das Hauptgebäude steht an der Neuenkirchstrasse 20. Es existiert noch ein kleines Magazin im Dorf Emmen an der Pestalozzistrasse 6, in dem das legendäre Oldtimer-Tankfahrzeug stationiert ist.
- 150 Mann sind auf vier Kompanien mit verschiedenen Aufgabenbereichen verteilt.
- Dem Corps stehen 25 Offiziere vor.
- 18 Fahrzeuge stehen der Feuerwehr zur Verfügung.
- Das Feuerschutzgebiet reicht über die Gemeindegrenzen hinaus und ist 21 Quadratkilometer gross.
- Im Schnitt finden pro Jahr 90-180 Einsätze statt.
Der ursprüngliche Auftrag der Feuerwehr sind die Rettung und das Löschen.
Zu den Spezialaufgaben gehören der
- der Wassertransport,
- die Höhenrettung,
- der Einsatz des regionalen Hubretters, der voll ausgestossen eine Höhe von 38 Metern erreicht.
- Zu den absoluten Spezialisten gehören die Leute vom Atemschutz «Der wahre Feuerwehrmann gehört dem Atemschutz an», sinnierte Daniel. E wird auch körperlich sehr gefordert.
Die Feuerwehr Emmen erfüllt auch Stützpunktaufgaben wie:
- Ölwehr
- Chemiewehr
- Strassenrettung
- Einsätze auf den Autobahnen A2 und A14
- Beteiligung an der Rettung für den Rettungsdienst 144.
Die Weiterbildung ist ganz grossgeschrieben. Insgesamt werden über 100 Übungen durchgeführt und finden über 190 Kurstage statt, teilweise sogar im Ausland.
Noch ein paar Worte zu den Fahrzeugen: Das neuste Spezialfahrzeug ist der «Schlauchverleger». Er enthält 1500 Meter Schlauch, der sich nach getaner Arbeit selber aufrollt. Das mühsame Verlegen von Hand hat wohl endgültig ausgedient.
Punkto Wagenpark äusserte sich Daniel wie folgt: «Die Fahrzeuge sind der Stolz der Feuerwehr.» Man legt grossen Wert auf einen gepflegten Wagenpark.»
Diese Aussage wurde anschliessend auf einem Rundgang mehr als bestätigt. Sauberkeit und Ordnung beeindruckten uns sehr. Level: Erste Güte!
Bedenkt man, dass die Fahrzeuge im Schnitt über einen Zeitraum von 15 Jahren herhalten müssen und dass zum Beispiel der Hubretter rund eine Million Franken kostet.
Nach der Besichtigung wurden wir zum Apéro gebeten. Unsere guten Geister Adolf und Therese sorgten für Gaumengenüsse: Schinken, Salami, Käse, Cherry-Tomaten, Essiggurken, garniert mit Petersilienzweigen fanden sich im Angebot Ein süffiger, würziger «Epesses» sorgte für die nötige Feuchtigkeit. Herzlichen Dank!
Nun trat der Präsident, Kurt Risi, in Aktion. Er bedankte sich auf sympathische Art bei den äusserst kompetenten Offizieren Patrik und Daniel und übergab ihnen eine Flasche Wein und Süssigkeiten. Man wird das Gefühl nicht los, dass die beiden mit Herz und Seele bei der Sache sind, für die Feuerwehr Emmen wie geschaffen sind. Ihr Engagement, ihr Wissen, ihr Kompetenzspektrum zeugen davon!
Für mich gab es noch eine gefreute Überraschung. Daniel stellte sich bei mir als ehemaliger Schüler im Hübeli-Schulhaus vor und hatte diese beiden Jahre Gott sei Dank ohne bleibenden Schaden überstanden. Das war vor Jahrzehnten!
Um 20 00 Uhr war der Tisch im Restaurant «Rossmoos» für uns festlich gedeckt. Alle hatten ihr Essen bereits ausgesucht. In einer gediegenen Atmosphäre gab es spannende Gespräche, Gedanken wurden ausgetauscht. Adolf gab auch einige Witze zum Besten. Ich müsste mich täuschen, aber auch die Frauen fühlten sich wohl… Bei Kaffee und einem erfrischenden Dessert verging die Zeit wie im Fluge.
Kurt ergriff noch einmal das Wort. Er bedankte sich bei allen:
- bei Adolf und Therese für die tadellose Organisation;
- vor allem aber bei den «Technikern» für die abwechslungsreichen Trainings und die stete Bereitschaft, Kurse zu besuchen;
- bei Patrick Bianchi für die gespendeten Säckli, gefüllt mit Pralinen. Eine feine Geste an die Adresse der Frauen!!
- Den Kameraden Bitzi Urs und Meier Jörg gratulierte Kurt zum Abschluss der esa-Ausbildung mit besten Noten! Sie opferten immerhin zwei Ferientage.
Somit bleibt der MTV Emmenstrand in der komfortablen Lage, jederzeit auf genügend qualifizierte Leiter zählen zu dürfen.
Der Apéro wurde aus der separaten Fuchsjagd-Kasse berappt. Die Runde Kaffee übernahm der Verein.
Ein grosses Kompliment verdienten Milly und ihr Team für die ausgezeichneten Gerichte und die freundliche Bedienung! Milly, wir kommen wieder.
Bericht und Fotos: Herbert Unternährer
