Anwesend waren 17 Kameraden. – Gleich ging es zur Sache. Ich selber war an diesem Abend wegen starker Rückenschmerzen nicht in der Lage, aktiv am Geschehen teilzunehmen. Dies brachte mich auf die Idee, ein paar Fotos zu schiessen und einige Zeilen zu schreiben. Die Mittwochtrainings sind schliesslich die Haupttätigkeit unseres Vereins.
Dieses Mal gestaltete Margrit Weber, unsere bewährte Leiterin, den Abend. Sie ist sehr erfahren und kann auf ein langjähriges Wissenspotenzial zurückblicken.
Das Gerippe ihrer Lektion bestand aus folgenden Teilen:
Gymnastik im Stehen, Übungen mit einem Handgerät, Gymnastik mit dem bewährten Teraband und Bodenübungen.
Zum Handgerät ist folgendes zu sagen: Es muss nicht immer ein klassisches Gerät sein. Gegenstände aus dem Alltag bringen genauso Abwechslung in den Turnbetrieb. Diesmal benutzte sie grüne und farblose 1,5l-Petflaschen, um damit ein paar wirksame und optisch gelungene Übungen hinzulegen. Der Phantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.
Wie immer, erwies sich auch dieses Mal das Training vielseitig, recht intensiv und anspruchsvoll, echt fordernd. Der Funke sprang bei den Kameraden über; ihre Ideen kamen an. Ziel erreicht, Spass war garantiert.
Worum geht es eigentlich im Training? Die Leistungsfähigkeit der Muskeln wird verbessert, die Beweglichkeit erhöht. Regelmässiges Krafttraining hilft der natürlichen Abnahme der Muskelkraft im Alter entgegenzuwirken. Ein gestärkter Körper ist weniger anfällig für Verletzungen. Eine gute Beweglichkeit ist insbesondere im Seniorenalter ein wichtiges Element der Lebensqualität.
Auch Dehnungsübungen und das abschliessende Spiel sind sehr wichtig. Das Stretching entspannt die angestrengte Muskulatur. Das Spiel – bei uns meistens Indiaca – kommt auch nicht zu kurz.
Margrit gelingt es immer wieder, mit einem überzeugenden Übungsangebot die Senioren zu motivieren. Sie gestaltet das Training bedürfnisgerecht. Wichtig für den Erfolg einer Lektion ist, ob und wie die Kameraden auf das Gebotene reagieren und wie sie es akzeptieren. Fröhlichkeit und das soziale Miteinander vermittelt sie ebenso. All das liegt ihr besonders am Herzen.
Der älteste noch aktive Turnkamerad, Albin Jurt, wird bald 90 Jahre alt. Sein wohl-gehütetes Geheimnis: Jeden Morgen trinkt er einen Löffel Apfelessig mit Honig. Dazu kommen kurze Wanderungen, am Mittwoch besucht er das abendliche Training und schätzt die damit verbundene Geselligkeit und die gute Kameradschaft.
Für den Rest lassen wir die Bilder sprechen.
Bericht und Fotos: Herbert Unternährer
