Wanderung am Rotsee

Regnerische Bootsfahrt auf dem Rotsee
Regnerische Bootsfahrt auf dem Rotsee

Zweiter Ferien – Event des MTV Emmenstrand: Die kurze Wanderung wurde ebenfalls von Heinz Eichenberger mustergültig organisiert.

Am Mittwoch, den 9. August, schien es mit dem Wetter doch noch zu klappen. Der Himmel war zwar bedeckt. Der Regen blieb vorerst aus. Immerhin waren 25 Kameraden mit dabei. Beim Parkplatz ‚Regatta’ folgten wir dem rechten Uferweg bis zum Zuschauerplatz der ‚Ruderwelt’. René Sennhauser informierte uns über interessante Details zu diesem weltberühmten ‚Ruder-Mekka’. Jährlich trifft sich hier die Ruderwelt zum Weltcup, aber auch zu Weltmeisterschaften.

< Der ‚Göttersee’ eignet sich bestens für Wettkämpfe der Ruderer. Mit 2,5km Länge und der geraden Form bildet er ideale Voraussetzungen, Eingebettet zwischen sanften Hügeln, ist das Gewässer vom Wind geschützt. Sein Durchfluss und somit die Strömung sind minimal.>

Das Gebiet ist eine Oase der Erholung, die Uferbereiche stehen unter Naturschutz. Auch für Jogger sind die Bedingungen ideal.

Die Stadt Luzern ist im Besitz des Rotsees und des Fährihauses, was einmalig sein dürfte.

< Um die Wasserqualität war es früher nicht immer zum Besten bestellt: Abwässer, Algenplage! Auch das Reusswasser brachte keine nachhaltige Verbesserung. Seit den 70er Jahren – dank der neuen Abwassersituation – hat sich die Wasserqualität merklich verbessert. Nimmt der Nährstoffgehalt ab, verschwinden auch die Burgunderblutalgen und die eingeschleppten Blaualgen, die sich sporadisch abwechseln, wieder.>

Nach diesen Ausführungen erreichten wir in Bälde das Fährihaus. Bei der aktuellen Fährifrau Erika Burkard und ihrem Mann Hugo genossen wir Gastrecht. Heinz Eichenberger hatte zuvor die gehbehinderten Begleiter Alois Egli und Carlo Ronchetti per Auto hierher geführt. Der Apérostand war bereits aufgebaut. Alles war bereit! Es gab Weisswein und Bier in Dosen und dazu passendes Apérogebäck. Spender war einmal mehr der Verein. Besten Dank!. Hugo Burkard ergänzte René’s Informationen noch um einige Begebenheiten.

< Zum Beispiel lag die Rotsee-Fähre am Pilgerweg zwischen den Klöstern Einsiedeln und Rathausen, und der See hiess früher Rathausersee.>

Schlagartig entleerte nun Petrus die Schleusen. Es goss wie aus Kübeln. Zum Glück waren die meisten mit einem Regenschutz und/oder Schirm ausgerüstet. Es galt nun schleunigst aufzubrechen! 12 Kameraden kamen in den Genuss einer Fahrt mit der motorisierten ‚Libelle’ über den See, um dann den Rückweg zu Fuss anzutreten. Aber urplötzlich drehte das Gefährt ab und tuckerte dem oberen Seeende beim ‚Regatta’ entgegen! Die Stimmung an Bord war feucht-fröhlich, fast etwas gespenstisch! Alle waren eingepackt in Regenhäute, und fast das ganze Boot war überspannt mit Regenschirmen. Dann ging’s an Land. Erika sei Dank!  Das ‚Abenteuerchen’ kostete  nur drei Franken pro Nase. Doch alle rundeten grosszügig auf! Die restlichen Kameraden erreichten uns etwas später zu Fuss. Trotz dieser Wetterunbilden waren alle zufrieden.

Zum weiteren Verlauf des Abends trafen wir uns im Restaurant ‚Rossmoos’ bei Milli. Bei einem Glas Wein oder einem Bierchen und einer kulinarischen Stärkung ging es – wie gewohnt – ausgelassen und friedlich zu und her.

Für die ganze Vorbereitung und Durchführung dieses Ferienanlasses gebührt Heinz Eichenberger der beste Dank.

Bericht und Fotos:  Herbert Unternährer

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