Fuchsjagd 2016 – MTV Emmenstrand

Jagdbarone-2016

Am Samstag, den 15. Oktober, fand unsere traditionelle Fuchsjagd statt. Eine stattliche Zahl von Turnkameraden fand sich nach und nach bei angenehmem, ja sonnigem Herbstwetter auf dem Gersagplatz ein, wo uns Patrick Bianchi und Peter Furger, die beiden Organisatoren, herzlich willkommen hiessen.

Bevor wir auf die Jagd gingen, standen uns auch dieses Mal fotografische Hilfen mit kurzen Anweisungen zur Verfügung. Es war ja kein Einzel-Unternehmen, die Gruppe blieb auf Empfehlung zusammen. Ein paar Kameraden, von Verletzungen geplagt oder sonst gesundheitlich reduziert, wurden zum Roterwald oder an den Zielort chauffiert.  Eine kurze Bus- oder Bahnfahrt blieb uns dieses Mal erspart.

Die erste Etappe führte uns zum Zentralplatz, dann an der „Stadtalp“, dem „Chäs-Chalet“, vorbei zur „Vorderschwelli“, weiter der Kleinen Emme entlang bis zur oberen der beiden markanten Bogenbrücken bei der Hinter Emmenweid. Nach dem Überqueren des Flusses verriet uns ein weiterer Hinweis die Fortsetzung des Weges. Nach der Gewerbezone des vorderen Littauerbodens erklommen wir die Staldenhöhe.

An den Sportanlagen der Kantonsschule vorbei, steuerten wir dem Roterwald zu.

Hier wurde ein Apéro serviert, spendiert vom Verein. Wir befanden uns mitten im Jagdrevier. So genossen wir vorerst den feinen Weisswein, ein Bierchen oder einen vitaminreichen Orangensaft. Eine Gaumenfreude, dieser Tropfen!

Peter Furger begrenzte das Gebiet halbkreisförmig mit einem Radius von 40 bis 50 Metern, in dem sich der Fuchs aufhalten könnte. Es war kein Leichtes, in diesem Durcheinander von Brombeersträuchern erfolgreich zu sein. Vermodernde Baumstrünke bildeten einen schwachen Kontrast zu diesem stacheligen Dschungel. Nachdem die festgelegten zehn Minuten für eine „Kontaktnahme mit dem Fuchs“ verstrichen waren, folgte eine neue Anweisung: „Sucht auf der entfernteren Seite des Waldweges!“ Und siehe da! Schon nach wenigen Minuten ertönte ein schriller Pfiff.   Als hätte der Nachmittag nicht schon mit viel Positivem aufgewartet, kam nun die Überraschung: Der Fuchs wurde von zwei Jägern gemeinsam entdeckt! Teamwork!  Heinz Eichenberger hob einen verdächtigen Ast auf, Sepp Stirnimann erblickte das ‚Tier’ das sich darunter versteckte. Doch zunächst wollte keiner in die Rolle des Fuchbarons schlüpfen .Dann entschlossen sich die beiden für einen Kompromiss: Es gab zwei Fuchs-Barone!  Ein absolutes Novum im Verein! Die beiden mussten sich also die Beute teilen.

Das Wandern und dieser Jagdeinsatz machten Hunger. So zogen wir von dannen. Der Zielort lag am Rothenring in der dortigen Gewerbezone. Bei der Sanitärfirma Zemp, dem Familienunternehmen Weber, wurden wir von Thomas herzlich begrüsst. Wir fühlten uns auf Anhieb wohl. Schon einmal waren wir hier zu Gast! Gratis stellte man uns das Lokal, das sonst an eine Guuggenmusik vermietet war, zur Verfügung. Herzlichen Dank! Drei lange, gedeckte Tische standen bereit und luden zum Gaumentanz.

Die beiden Kameraden Adolf Schläpfer und Hans Bühler, zwei bewährte Stützen des Vereins, wurden von Fredy Duner abgeholt und natürlich später wieder nach Hause gefahren. So durften sie ein paar frohe Stunden im Kreise ihrer Kameraden verbringen. Eine tolle kameradschaftliche Geste!

Anwesend waren nun 39 Kameraden und unsere kompetente Leiterin Margrit Weber, die sich langsam von ihrem Missgeschick, einem Fussbruch erholt. Gute Besserung! Sie alle trugen zum Gelingen dieses beliebten Anlasses bei.

Nach getaner Arbeit kam nun die Stärkung. Ab jetzt hatte der kulinarische Teil Priorität. Ein Highlight war das traditionelle Festmahl: Heisser Beinschinken, Kartoffelsalat mit viel Mayonnaise und grüner Salat. Und das alles liebevoll vorbereitet und hergerichtet von Adolf und Theres Lötscher. Das Dessert, gebrannte Crème, wurde von Franz Lötscher spendiert. Ein herzliches Dankechön! Hungern musste keiner. Nachschub war reichlich vorhanden! So liessen wir es uns schmecken!

Hans Schwegler und Hans Wigger legten tüchtig Hand an, in der Küche und beim Servieren. Auch sie ernteten so ihre Lorbeeren.

Kurt Risi bedankte sich als Präsident bei allen Beteiligten fürs Mitmachen, den  Enthusiasmus, die Zufriedenheit. Einen speziellen Dank erhielten alle, die sich in irgendeiner Form speziell engagiert hatten, sowie die Gastgeberfamilie Weber .

Es blieb noch genügend Zeit, uns zu unterhalten. Das gesellige Zusammensein mit Gedankenaustausch ist im Verein grossgeschrieben und wurde auch bei dieser Gelegenheit ausgiebig zelebriert. Langsam neigte sich der Abend dem Ende entgegen. Sogar ich gehörte diesmal zu den ‚letzten Mohikanern’. Bei bester Laune traten wir um halb neun Uhr den Heimweg an.

Patrick und Peter, welche diese Fuchsjagd beispielhaft aufgegleist hatten, sei an dieser Stelle nochmals ein dickes Lob ausgesprochen. Allen hatte es gefallen. Die Fuchsjagd 2016 ist Geschichte – es lebe die Fuchsjagd 2017!

Text Herbert Unternährer
Fotos: Herbert Unternährer und Peter Wild